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Samstag, 26. September 2026

Die Nacht der Debüts

Wir lieben Anfänge!

Die Nacht der Debüts 2024

Vier Debüts. Vier neue Stimmen. Vier erste Bücher.
 

Eine junge Frau beginnt zu begreifen, dass dies vielleicht erst der Anfang ihrer Geschichte ist.
 

Eine Tochter reist mit ihrer Mutter nach Japan und sucht nach Erinnerungen, bevor sie verloren gehen.
 

Ein Mann wächst in einem Stammbaum des Wahnsinns auf und fragt sich, was wir von unseren Familien erben.
 

Und mit einem heimlich geschlachteten Schaf beginnt der Blick in die Innereien einer Familie.
 

Die Nacht der Debüts lädt dazu ein, vier neue Stimmen der deutschsprachigen Literatur zu entdecken.
 

 Mit Julia Sutter, Yuko Kuhn, Leon Engler und Anna Maschik.
 

Durch den Abend führt Judith Zwick.

Idee und Konzeption

Judith Zwick

Technik
Giuseppe Spina

Datum

Freitag, 26. September 2026

18:30 bis ca. 21:30 Uhr

 

Ort

​Theaterwerkstatt Gleis 5

Preise

Kombiticket (Lesungen A und B)
Fr. 35- / 30.- CHF für Vereinsmitglieder

 

Lesungen A 
Fr. 25.- / 20.- CHF für Vereinsmitglieder

Lesungen B

Fr. 25.- / 20.- für Vereinsmitglieder 

 

Jugend- und Ausbildungsrabatt
Fr. 5.-  pro Ticket

Programm

Lesungen A 

18:30 – 19:30 Uhr

«UND DAS WÄRE ERST DER ANFANG»
7 Fragen an Julia Sutter. Ein Roman-Steckbrief
 

«ONIGIRI»

Lesung mit musikalischen Zwischentönen

Mit Yuko Kuhn

Pause: Bar, Baguettes und Büchertische

Lesungen B

20:30 – 21:30 Uhr

FAMILIENSACHEN

Leon Engler und Anna Maschik im Gespräch.
Mit Lesungen, literarischen Kurzporträts und Stimmen aus der Literaturwelt.
 

Aus den Debütromanen «DIE BOTANIK DES WAHNSINNS» und «WENN DU ES RICHTIG MACHEN WILLST, MUSST DU SCHAFE TÖTEN».

Ausklang an der Bar

Julia Sutter

"Und das wäre erst der Anfang"

Julia Sutter schafft in ihrem feinfühligen Debütroman ein atmosphärisch dichtes Porträt einer jungen Frau, die lernen muss, dass Verlust nicht nur Endpunkt, sondern auch Anfang sein kann.

In den Wäldern sterben die Fichten. Krystina zählt mit ihrer Chefin die toten Bäume und erstellt eine Statistik, die Klimakrise und Spätfolgen von Monokulturen deutlich macht. Sie ist 27 und steckt mitten in ihrer Masterarbeit. Und vor Kurzem ist ihre Mutter gestorben.
Es gibt kein Skript für den Tod der eigenen Mutter, keine Verhaltensregeln. Und es gibt weder richtiges noch falsches Trauern. Krystina klammert sich an Vergangenes, versucht verzweifelt, die Familie zusammenzuhalten und das Auseinanderdriften der vier Schwestern zu verhindern. Doch alle scheinen sich immer weiter von ihr wegzubewegen. Während Lisa in die nächste Schwangerschaft flüchtet und Agnes ans andere Ende der Welt, verschwindet Zischge in ihrem Labor. Und Krystinas Freund Maurin wickelt sich nachts so fest in seine Decke ein, dass sie ihn nicht mehr erreichen kann. So durchkämmt sie Wälder, zählt sterbende Fichten und kehrt zurück ins Haus ihrer Kindheit. Dort wird sie wieder zum Kind, weil sich damals alles noch so leicht angefühlt hat, weil das Gefühl, einen Hang hinunterzurennen, im Erwachsenenalter verloren geht. Doch die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Julia Sutter erzählt die Geschichte einer Person, die akzeptieren muss, dass das Leben im Privaten wie im Globalen nur eine Richtung kennt: vorwärts.
 

Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt

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JULIA SUTTER

Julia Sutter, geboren 1987, studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Sie lebt mit ihrer Familie in St. Gallen.

Yuko Kuhn

"Onigri"

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ONIGRI
Eine deutsch-japanische Familiengeschichte, wie man sie noch nicht gelesen hat. »Zum Heulen schön.« (Doris Dörrie)


Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter gestorben ist, bucht sie zwei Flüge. Ein letztes Mal will sie ihre Mutter zu ihrer Familie in Japan bringen, auch wenn sie weiß, wie riskant es ist, einen dementen Menschen aus der gewohnten Umgebung zu reißen. Und wirklich hat sie Keiko noch nie so verloren erlebt wie in der ersten Nacht im Hotel. Doch dann sitzen sie beim Essen im alten Elternhaus, und plötzlich spricht sie, die so still geworden ist, fröhlich und klar für sich selbst. Erst auf dieser Reise erkennt Aki in ihrer Mutter die mutige und lebenshungrige Frau, die sie einmal war, bevor sich in Deutschland diese große, für Aki so bedrohliche Müdigkeit über sie legte. Mit sanfter Klarheit lässt Yuko Kuhn die faszinierende Geschichte einer deutsch-japanischen Familie entstehen, die zwischen den Kulturen verloren geht und sich neu findet.

 

Verlag: Hanser Berlin

YUKO KUHN

Yuko Kuhn wurde 1983 in München geboren. Sie studierte Kulturwirtschaft in Passau und Aix-en-Provence. 2019 fand sie über ihre Tätigkeit an der HFF / Hochschule für Fernsehen und Film München zum Schreiben. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in München.

Leon Engler

"Die Botanik des Wahnsinns"

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DIE BOTANIK DES WAHNSINNS

»Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« Siri Hustvedt

Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch. Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung.

Lieblingsbuch des Schweizer Buchhandels 2026.

Verlag: DuMont

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LEON ENGLER
Leon Engler wuchs in München auf und studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie in Wien, Paris und Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben.

 

Anna Maschik

Wenn du es richtig machen willst, musst du Schafe töten

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WENN DU ES RICHTIG MACHEN WILLST, MUSST DU SCHAFE TÖTEN

Mit einem heimlich geschlachteten Schaf beginnt der Blick in die Innereien einer Familie. Hier rührt die Urgroßmutter das Blut für die Würste, der Großonkel schläft fünfzehn Jahre lang, und die Großmutter stiehlt nachts die Ziegel vom Dach. Am Ende steht die Urenkelin Alma und fügt die Einzelteile der Familiengeschichte zusammen: vom kargen Alltag auf einem Bauernhof an der Nordsee über den Krieg und den Neuanfang fern der Heimat bis in die Gegenwart, in der die Großmutter ins Heim muss und Alma versteht, dass sie das letzte Glied in der familiären Kette ist. In kurzen, virtuos verdichteten Passagen entfaltet Anna Maschik einen ganzen Kosmos – die Familie als ein großer Resonanzkörper, in dem die Prägungen widerhallen über die Generationen hinweg. Es ist eine Geschichte von bevorzugten Geschwistern, vom Scheitern am Schlaf und an der Sprache, von der Verwandlung in ein Möbel, einen Wolf, einen Zitronenbaum. Lakonisch und voll schwebender Magie erzählt sie davon, was Vorbestimmung ist und ob man ihr entkommen kann.

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

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ANNA MASCHIK

Anna Maschik, 1995 in Wien geboren, studierte Sprachkunst/Literarisches Schreiben und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien und Leipzig. Sie arbeitete als Produktionsleitung eines Theaterfestivals und unterrichtet Deutsch und Spanisch an einem Wiener Gymnasium. Sie hat Kurzprosa und Lyrik in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht.

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